Das ist Joy. Seit 4 Jahren, 8 Monaten und 25 Tagen macht sie mich wahnsinnig, Meistens vor Glück

...der Joy-Blog...

Joy 13. Juni 2022

Alles teilen - oder was?

Ich lebe mit einem Hund zusammen. Wer einen hat, ahnt vielleicht was jetzt kommt.  Wir teilen nicht nur den Sonnenuntergang zusammen..

"Ich halte keine Hunde

Ich lebe mit Ihnen"

(Verfasser*in mir unbekannt)

Kürzlich entdeckte ich diesen Spruch in einem Hunde-Forum.  Er inspirierte mich, intensiv darüber nachdenken.

Teilen, dieses Wort kristallisierte sich  heraus.

Teilen tu ich im Leben vieles mit verschiedenen Menschen. Doch mit niemandem so intensiv und allübergreifend wie mit meiner Hündin Joy.

Unumwunden gebe ich es zu: wir  teilen fast alles zusammen. Dabei fing es mit wenig an. Als Welpe erkundete Joy erstmals nur Wohnzimmer und Küche. Später kamen dann das Schlafzimmer und der Korridor dazu.

Das WC war tabu.  Auf das Sofa durfte sie anfangs nur mit mir, bzw. wenn ich es ihr erlaubte. Die Yoga-Matte gehörte mir ganz. Und auch meine Kuscheldecke teilte ich anfangs nicht. Hauptsächlich  ging es mir darum, dass Joy sich diese Privilegien  verdiente. Stück um Stück, nicht die volle Ladung auf einmal. Dieser Ansatz las ich in einem Hunderatgeber. Er überzeugte mich. Und es gab Dinge (wie eben meine Decke, mein Kissen) die ich einfach für mich alleine wollte.

Besonders strikt war ich Beim Essen. Alles meins, geteilt wurde nicht. Primär gesundheitlicher Aspekt. Aber auch weil ich Bettel-Szenarien vermeiden wollte. Es war eines der aufwändigeren  Trainings mit Joy. Im Verlauf der  Zeit gelang es mir nicht immer, ihren Augen zu widerstehen. Besonders erschwerend, da sich nicht alle 2-Beinigen Familienmitglieder an meine Doktrin am Tisch hielten. Ich wollte doch nicht, dass alle anderen ihr Essen mit Joy teilten, nur ich nicht. Nun gilt die Regelung “ein Versucherli" ist okay. Dieses jedoch nur am Ende der Mahlzeit.. Wer's glaubt....

Natürlich teilen wir auch emotionale Aspekte. Bemerke ich nur  geringe Anzeichen für ein Unwohlsein bei Joy, fühle ich mich auch nicht wohl. Beobachte ich sie beim minutenlangen Umherrasen, steckt mich diese unbändige Lebensfreude ebenfalls an.

Fazit: ich staune über mich! Hätte nie erwartet, dass es mir so leicht fällt, zu teilen. Gelingt auch nur bei Joy :-).

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